Vereenegung fir Biolandwirtschaft Lëtzebuerg asbl.

Kompetenz in der Luxemburger Biolandwirtschaft!

„Bio-Lëtzebuerg – Vereenegung fir Bio-Landwirtschaft Lëtzebuerg a.s.b.l.“ wurde am 27. Februar 2012 in Vichten im Mischhaus gegründet. Der Verein entstand aus der Fusion der beiden Bio-Anbauverbände „bio-LABEL – Verenegung fir biologesche Landbau Lëtzebuerg a.s.b.l.“ und „Demeter Bond Lëtzebuerg – Veräin fir biologesch-dynamesch Landwirtschaft Lëtzebuerg“, um die Kräfte der beiden Vereine zu bündeln und den administrativen Aufwand zu verringern.

Die organisierten Biobauern haben damit eine Plattform geschaffen, die allen Biobetrieben und Interessenten Raum bietet, den Biolandbau in Luxemburg weiter voran zu bringen. So kann Bio-Lëtzebuerg asbl. dafür sorgen, dass die Ziele des Biolandbaus sowohl als wirklich nachhaltiges und umweltschonendes Landbewirtschaftungssystem, als auch in der Ernährung und Weiterbildung, politisch und gesellschaftlich Gehör finden.

  • Wir bieten professionelle Strukturen zur optimalen Begleitung der Bioproduzenten, Verarbeiter und Händler. Organisation von Seminaren und Fachvorträgen mit nationalen und internationalen Experten.
  • Erstellung von Netzwerken, Kommunikation und Interaktion innerhalb der Akteure des Luxemburger Biolandbaus, gemeinsam mit der IBLA-Bioberatung, die wir aufgebaut haben und finanziell unterstützen.
  • Nationale und internationale Zusammenarbeit mit Organisationen des Biolandbaus, Natur- und Umweltschutz, sowie den Ministerien und Verwaltungen.
  • Wir beauftragen die Kontrolle und Zertifizierung der rechtlich geschützten Kollektivmarken Bio LËTZEBUERG und Demeter, sowie bei Bedarf weiterer privater Marken. Damit können wir höhere Standards durch Verbandsrichtlinien sicher stellen und einen zusätzlichen Qualitätsanspruch geltend machen.
  • Der Verein besteht aus der Gemeinschaft von Bio-Erzeugern, Bio-Verarbeitern und Sympathisanten des Biolandbaus. Möchten Sie auch Mitglied werden? Dann lesen Sie bitte hier weiter…

Wer sind wir?

Das Team von Bio-Lëtzebuerg.

Ansprechpartner

Daniela Noesen
Direktorin

Geschäftsführung, Öffentlichkeits- und politische Arbeit, Vertretung der Interessen von Bio-Lëtzebuerg in nationalen und internationalen Gremien, Redaktion der „Agrikultur“

Julie Mousel
Administration

Koordination der Fachgruppe Bio LËTZEBUERG, Koordination der Arbeitsgruppe „Foires“, Mitgliederbetreuung, Zertifizierung, Markenkommission, Organisation von Seminaren und Vorträgen, Redaktion der „Agrikultur“

Anja Staudenmayer

Markenkommission, Zertifizierung, Koordination der Fachgruppe Demeter, Redaktion der „Agrikultur“

Kristin Stroehle

Markenkommission, Zertifizierung, Koordination der Fachgruppe Demeter, Redaktion der „Agrikultur“

Verwaltungsrat:

Präsident: Jean-Marie Kaes
Vizepräsident: Francis Jacobs
Kassiererin: Sonny Gottal

Verwaltungsratmitglieder:
Michel Collette | Patrick François | Tom Kass | Amand Keiser | Patrick Kolbusch | Roland Majerus | Alex Mehlen | Änder Schanck | Jos Schanck | Roland Scharll

Geschäftsführendes Direktorium:

Das Direktorium hat zur Aufgabe den alltäglichen Betrieb zu führen und besteht aus folgenden 7 Personen:
Sonny Gottal | Jean-Marie Kaes | Julie Mousel | Daniela Noesen | Änder Schanck | Anja Staudenmayer | Kristin Stroehle

Weitsichtige Ziele bei Bio-Lëtzebuerg

Bio-Lëtzebuerg asbl. ist die Interessensvertretung der Bio-Landwirtschaft Luxemburgs. Wir engagieren uns für die Anliegen der Biobauern und -verarbeiter, dies sowohl auf der Ebene von Politik und Verwaltungen als auch auf der Ebene der Öffentlichkeit und der Gesellschaft.

1.
Der Biologische Landbau ist DAS Landbewirtschaftungssystem, das bestrebt ist, möglichst alle Aspekte der modernen Landwirtschaft sinnvoll zu berücksichtigen.

Das heißt:

  • Aufbau und Bewahrung fruchtbarer und gesunder Böden
  • Standortgerechte Landwirtschaft in Bezug auf Fruchtfolge, Sortenwahl, Tierbestand, Futterversorgung etc.
  • Artgemäße Tierhaltung und Tierbehandlung, entsprechend den Bedürfnissen der Tierart
  • Schonung und Erhalt der natürlichen Ressourcen Boden, Luft und Wasser, sowie Biodiversität
  • Förderung und Ansiedlung von heimischen Tieren und Pflanzen durch Hecken, Blühstreifen, vielfältige Zwischenfrüchte und Fruchtfolgen etc.
  • Bäuerliche Landwirtschaft auf vielseitigen Höfen, die Arbeitsplätze erhalten und neue Bio-Regionalität statt Agroindustrie
  • Kreislaufwirtschaft ohne Import von Betriebsmitteln, die der Bevölkerung in Herstellungsländern schaden.

Der Biolandbau bietet Lösungen für viele der heutigen Umwelt- und gesellschaftlichen Probleme. Es ist an der Zeit diese zu nutzen.

2.
Der Biolandbau bedarf einer ständigen Weiterentwicklung.

Deshalb haben die Mitglieder der damaligen Vereine bio-LABEL und Demeter 2009 in Zusammenarbeit mit dem FIBL aus der Schweiz das „Institut fir biologesche Landbau an Agrarkultur – IBLA“ (www.ibla.lu) gegründet.

Bio-Lëtzebuerg asbl. arbeitet eng mit dem IBLA zusammen und unterstützt somit die praxisnahe Beratung und Forschung.
Projekte, wie z.B. Biogetreidesortenversuche, Anbauversuche mit Eiweiβfutterpflanzen, Aufbau eines Netzwerks von Bio-Demonstrationsbetrieben sind äußerst wichtig, da man so praxistaugliche Informationen für die Landwirte erhält und gleichzeitig die Türen für Interessenten öffnet.

Aus der Praxis für die Praxis.

Die Bio-Beratung des IBLAs wird von Bio-Lëtzebuerg asbl. mit finanziert.

3.
Umsetzung in die Politik

Bio-Lëtzebuerg asbl. strebt die Umsetzung der agrarischen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten, die aus den Erkenntnissen der Praxis des Biolandbaus resultieren, in die nationale Gesetzgebung an. Zum Beispiel:

  • Förderung des Biolandbaus als Gesamtpaket, anstelle von Einzelförderungen, die nicht zum gewünschten Erfolg der Nachhaltigkeit führen, sondern insbesondere bei den Verbrauchern für Verwirrung sorgen
  • Ausarbeitung der Agrarumweltmaβnahmen in der Form, dass eine echte Förderung des Biolandbaus langfristig möglich ist. Harmonisierung aller Prämien
  • Bezuschussung der anfallenden Kontrollkosten
  • Etablierung des nationalen Bio-Aktionsplanes zur Förderung des biologischen Landbaus in Luxemburg
  • Subventionierung der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte anstelle von Gebäuden und Maschinen
  • Anwendung des Prinzips der flächengundenen Tierhaltung
  • Erhalt der Gentechnikfreiheit in Luxemburg mit Fokus auf die Patentierung der Lebewesen, sowie die Einfuhr von nicht gekennzeichneten gentechnisch-veränderten Lebensmitteln
  • Akzeptanz des Biolandbaus als Instrument des aktiven Trinkwasserschutzes
  • Bewertung der ökologischen Dienstleistungen und True-Cost-Accounting.