Bio-Lëtzebuerg asbl. ist die Interessensvertretung der Bio-Landwirtschaft Luxemburgs. Wir engagieren uns für die Anliegen der Biobauern und -verarbeiter, dies sowohl auf der Ebene von Politik und Verwaltungen als auch auf der Ebene der Öffentlichkeit und der Gesellschaft.

1.
Der Biologische Landbau ist DAS Landbewirtschaftungssystem, das bestrebt ist, möglichst alle Aspekte der modernen Landwirtschaft sinnvoll zu berücksichtigen.

Das heißt:

  • Aufbau und Bewahrung fruchtbarer und gesunder Böden
  • Standortgerechte Landwirtschaft in Bezug auf Fruchtfolge, Sortenwahl, Tierbestand, Futterversorgung etc.
  • Artgemäße Tierhaltung und Tierbehandlung, entsprechend den Bedürfnissen der Tierart
  • Schonung und Erhalt der natürlichen Ressourcen Boden, Luft und Wasser, sowie Biodiversität
  • Förderung und Ansiedlung von heimischen Tieren und Pflanzen durch Hecken, Blühstreifen, vielfältige Zwischenfrüchte und Fruchtfolgen etc.
  • Bäuerliche Landwirtschaft auf vielseitigen Höfen, die Arbeitsplätze erhalten und neue Bio-Regionalität statt Agroindustrie
  • Kreislaufwirtschaft ohne Import von Betriebsmitteln, die der Bevölkerung in Herstellungsländern schaden.

Der Biolandbau bietet Lösungen für viele der heutigen Umwelt- und gesellschaftlichen Probleme. Es ist an der Zeit diese zu nutzen.

2.
Der Biolandbau bedarf einer ständigen Weiterentwicklung.

Deshalb haben die Mitglieder der damaligen Vereine bio-LABEL und Demeter 2009 in Zusammenarbeit mit dem FIBL aus der Schweiz das „Institut fir biologesche Landbau an Agrarkultur – IBLA“ (www.ibla.lu) gegründet.

Bio-Lëtzebuerg asbl. arbeitet eng mit dem IBLA zusammen und unterstützt somit die praxisnahe Beratung und Forschung.
Projekte, wie z.B. Biogetreidesortenversuche, Anbauversuche mit Eiweiβfutterpflanzen, Aufbau eines Netzwerks von Bio-Demonstrationsbetrieben sind äußerst wichtig, da man so praxistaugliche Informationen für die Landwirte erhält und gleichzeitig die Türen für Interessenten öffnet.

Aus der Praxis für die Praxis.

Die Bio-Beratung des IBLAs wird von Bio-Lëtzebuerg asbl. mit finanziert.

3.
Umsetzung in die Politik

Bio-Lëtzebuerg asbl. strebt die Umsetzung der agrarischen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten, die aus den Erkenntnissen der Praxis des Biolandbaus resultieren, in die nationale Gesetzgebung an. Zum Beispiel:

  • Förderung des Biolandbaus als Gesamtpaket, anstelle von Einzelförderungen, die nicht zum gewünschten Erfolg der Nachhaltigkeit führen, sondern insbesondere bei den Verbrauchern für Verwirrung sorgen
  • Ausarbeitung der Agrarumweltmaβnahmen in der Form, dass eine echte Förderung des Biolandbaus langfristig möglich ist. Harmonisierung aller Prämien
  • Bezuschussung der anfallenden Kontrollkosten
  • Etablierung des nationalen Bio-Aktionsplanes zur Förderung des biologischen Landbaus in Luxemburg
  • Subventionierung der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte anstelle von Gebäuden und Maschinen
  • Anwendung des Prinzips der flächengundenen Tierhaltung
  • Erhalt der Gentechnikfreiheit in Luxemburg mit Fokus auf die Patentierung der Lebewesen, sowie die Einfuhr von nicht gekennzeichneten gentechnisch-veränderten Lebensmitteln
  • Akzeptanz des Biolandbaus als Instrument des aktiven Trinkwasserschutzes
  • Bewertung der ökologischen Dienstleistungen und True-Cost-Accounting.