
Biolandwirtschaft verzichtet auf chemisch-synthetische Pestizide und mineralische Dünger. Das schont Insekten, Regenwürmer und Bodenleben. Hecken, Blühstreifen und begrünte Rebzeilen bieten Wildbienen, Vögeln und Igeln Nahrung und Unterschlupf. Auf extensiv genutzten Wiesen und Weiden wachsen Kornblume und Klatschmohn. Mist und Kompost bauen Humus auf, weniger Schadstoffe gelangen ins Wasser. So steigt die Artenzahl, und Betriebe kommen mit Wetterextremen und Schädlingen besser zurecht.
Werden Sie Pate für ein Tier oder einen Baum auf einem Luxemburger Biohof
Sie bekommen Fotos, dürfen einen Namen aussuchen und bekommen Neuigkeiten über das, was auf dem Hof passiert.
Wenn Sie möchten, besuchen Sie Ihren Paten vor Ort.
Ihr Beitrag geht vollständig an den Bio-Betrieb.
Er ist eine Anerkennung für die Arbeit der Bio-Landwirt·innen, die die Artenvielfalt in Luxemburg erhalten.
Es gibt 20 Patenschaften, je fünf pro Kategorie. Sie wählen aus, wen Sie ein Jahr lang begleiten möchten.


Weidende Kühe halten Wiesen offen und verhindern, dass sie zuwachsen. Wiesen und Weiden gehören zu den artenreichsten Flächen unserer Kulturlandschaft.
Kühe sind das verbindende Kernelement im Kreislauf der Biolandwirtschaft.
Sie machen aus Gras wertvolle Lebensmittel für uns.
Ihr Dung erhält den Boden fruchtbar und ernährt gleichzeitig Insekten, die wiederum Vögel und Fledermäuse ernähren.
Auf dem Meyers-Haff in Windhof bewirtschaftet die Familie Meyers-Weis ihren Hof seit den 1990er Jahren nach den Grundsätzen des biologisch-dynamischen Landwirtschaft.
Mit viel Erfahrung und einer wesensgemäßen Hühner- und Kuhhaltung unter Einhaltung der Demeter-Richtlinien entstehen hier hochwertige Eier und Fleisch.




Im Bio-Weinbau wächst zwischen den Rebzeilen eine Vielfalt an Pflanzen, die Wildbienen und Schmetterlinge anzieht.
Der begrünte Boden hält Wasser besser und wird weniger abgeschwemmt.
Alte Steillagen sind Rückzugsorte für Eidechsen und wärmeliebende Insekten.



Bongerten gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Luxemburgs und beherbergen alte, regionale Obstsorten sowie unzählige Tier- und Pflanzenarten.
Von ihrem Überleben hängt das Schicksal vieler Arten ab (z.B. Steinkauz, Grünspecht, Schlüsselblume); zudem speichern sie CO₂ und fördern Bestäuber.
7 ha, davon 5 ha Streuobstwiesen (Bongerten), liegen an der Grenze zwischen Ösling und Gutland im Süden des Naturpark Our.
Über 50 Apfelsorten wachsen hier, von Luxemburger Reinette, Rambour und Triumph bis zu Raritäten wie Rambour papelu.
Seit 2015 stehen Bienenvölker da; Nisthilfen und Blüten fördern auch Wildbienen und Hummeln.




In der EU sind 84 % der Kulturpflanzenarten und 78 % der Wildblumenarten zumindest teilweise auf Bestäubung durch Insekten angewiesen.
Ein Bienenvolk auf dem Hof bestäubt weit über die Hofgrenzen hinaus.
Michel Collette bewirtschaftet seine Streuobstwiese seit 30 Jahren in Mertzig, von Anfang an pestizidfrei. Neben Demeter-zertifizierten Bienenvölkern, teilweise in Strohbeuten platziert, gedeihen dort Walnuss-, Haselnuss-, Zwetschgen-, Pflaumen- und Apfelbäume. Als Präsident des Imkervereins Kanton Redingen und Bienenfotograf hält er regelmäßig Vorträge er über den „Superorganismus“ Bienenvolk.

